Sonntag, 9. Mai 2010

"AchillesSchweigen" oder "Mainz-Halbmarathon-Staffel als guter Formtest"!!!

Am heutigen Sonntag, 9.5.2010, startete ich gemeinsam mit meinem Kumpel Jochen beim Mainz-Marathon. Zusammen legten wir im Staffelwettbewerb je einen Halbmarathon zurück.

Es war mein erster "reiner" Laufwettbewerb nach meiner langwierigen Achillessehnenentzündung. Die langen Wochen mit kaum Laufkilometern sollten sich jedoch während meines Rennens - trotz strömenden Regens - kaum bemerkbar machen. Auch die Achillessehne blieb brav und schwieg. Von Beginn an - ich legte die erste Hälfte des Marathons zurück - konnte ich widererwartend ordentliche Kilometerzeiten abliefern. Mein Plan war, mit einem Puls unter 160BPM zu laufen. Dies gelang mir, nicht zu ungunsten meines Tempos.

Letztlich kam ich nach 1:27:05h (4:07min/km) sehr zufrieden und mit einem einem lockeren Gefühl in Körper und Geist bei der Halbmarathonmarke an und übergab den Zeitchip wieter an Jochen. Dieser lief mit 1:45:57h ins Ziel, so dass wir eine Endzeit von 3:13:03h vorweisen konnten.

Mit diesem Ergebnis konnten wir mit einem 19 Rang sogar in die Top20 des Staffelwettbewerbs vorstoßen. Und wenn das üble Wetter nicht gewesen wäre, könnte man von einem "sonnigen" Läufertag sprechen.

Montag, 3. Mai 2010

Es ist angerichtet: Die Saison 2010 hat begonnen!!!

Seit vergangenem Wochenende hat mich der Triathlon-Wettkampfsport wieder in seinen Fängen. Beim Kinzigtaltriathlon im heimischen Gelnhausen gab ich - wie auch Ironman Europameister Timo Bracht und viele andere - meinen Saisoneinstand.

Nicht ganz so gelungen wie Bracht, der einen furiosen Streckenrekord mit einer Zeit von 55min für die Sprintdistanz (S: 500m, R: 22km, L: 5km) hinlegte, blieb ich sogar 1:20min hinter meiner Vorjahreszeit zurück. Das Schwimmen wollte nicht ganz so laufen wie es im Training eigentlich momentan den Anschein hat.

Das Radeln lief passabel ab und beim Laufen wusste ich durch meine - nach wie vor nicht völlig beseitigten - Achillessehnenprobleme und die damit verbundenen fehlenden Laufkilometer um meine angeschlagene Form. Insgesamt ist es jedoch ein sehr gutes Gefühl, wieder mit etlichen anderen "Irren" um die Wette zu eifern. Platz 37 gesamt und die 7. Position in meiner Altersklasse sind die Fakten zum Tag.

"Icke", Tim und Jörg

Und zum Schluss: Ein großen Dank an Kanone Kohr und den SV Gelnhausen für ein rundum gelungenes Triathlonfest!

Freitag, 16. April 2010

THE LANZAROTE DIARIES 2010: Facts & Figures

Dieser Post ist den Fakten gewidmet und fasst meine freiwilligen Lanzarote-Ausdauertorturen zusammen. Nach zwei herrlich-anstrengenden Wochen auf der Insel, komme ich auf folgende Umfänge: Trainingszeit total: 68:11 Std.
Rad: 1002km inklusive ca. 13000 Höhenmetern
Laufen: 75km
Schwimmen: 20km
Kraft- & Stabilisationstraining: 11 Std.

Insgesamt eine gelungene Reise in Sachen sport und ein richtiger Schritt in Sachen "Formaufbau" für die kommende Triathlon-Saison.

Und wie immer schien die Sonne wunderbar am "schönsten Freibecken Europas"... In der Hoffnung, dass Schwimmen im Freien auch in heimischen Gefilden bald möglich ist...

Stay tuned for more words aboout my Sports

Sonntag, 11. April 2010

THE LANZAROTE DIARIES 2010

Seit einer Woche befinde ich mich zum Frühjahrstrainingslager auf der Kanareninsel LANZAROTE. Bekannt für die „knackigen“ Radstrecken mit viel Höhenmetern und höllischem Gegenwind, wo immer man fährt, zeigte sich die Insel in diesem Jahr zunächst freundlich. Nachdem Trainingskollege Adi und ich unseren 2-Wochenplan nach der Ankunft am Samstagabend ausgetüfftelt hatten, ging es Sonntags auch schon los. Hier unser handgeschreibenes Meisterwerk:


Heute ist Ostersonntag. Es liegt eine höllische Radeinheit nach einem morgenlichen Lauf von 75min hinter mir. Neben den 1600 Höhenmetern auf gerademal 82,5 gefahrenen Kilometern, war heute Wind von seiner brutalsten Sorte „gegen“ uns. Das sind die Tage, an denen man sich dabei ertappt, wie man mit dir Insel diskutiert beim Radfahren. „Du kriegst uns nicht kaputt!“, oder so ähnlich – sind Sätze, die einem durch die Birne gehen, wenn es so heftig bläst, dass man kaum das Rad gerade halten kann. Aber nachher fühlt es sich immer gut an. Jetzt bin ich total platt, aber zufrieden... und geh' pennen (morgen früh steht immerhin die nächste 4 Stunden-Radeinheit an, grrr)

Update: Frühjahr 2010

Etwas faul ob diverser Dilemmata, komme ich erst jetzt zum Schreiben. Um die letzten zwei Monate mal in kürze zusammenzufassen, beginne ich mit einer Erkältung, die mich etwas aus dem regulären Trainingsablauf geworfen hatte zuletzt.

Insgesamt liegt aber ein toller Winter mit viel Langlauf- und Alpinski (etliche Wochenenden in Rhön und Vogelsberg, eine Woche in den Alpen und ein Kurztrainingslager in München mit Langlaufeinheiten am Spitzingsee) hinter mir. Der winter hatte jedoch seinen Preis... Die vielen Laufeinheiten und Wettkämpfe auf schwierigstem Untergrund forderten ihren Tribut. Irgendwann sagte der Körper dann mal wieder „Halt“! Dieses Mal spricht er sozusagen „Achillesverse“. Konkret laboriere ich nun schon seit Mitte Februar an einer Achillessehnenreizung am rechten Bein herum. Die ausgiebigen Physiotherapie-Sitzungen linderten das Leiden wohl, ganz weg ist es noch nicht. Laufen war erstmal nicht für etwa 5 Wochen. Mal sehen wie es weitergeht... Stay Tuned for the upcoming LANZAROTE DIARIES!!!


Sonntag, 7. Februar 2010

Finale der Winterlaufserie Jügesheim 2009/2010

Laufveranstaltungen gestalten sich dieser Tage von den äußeren Bedinungungen durchaus ab und an als "Rutschpartie". So auch das Finale der diesjährigen Winterlaufserie in Jügesheim. Ein Start mit "Spikes" war jedoch nicht machbar, da zu Beginn der Strecke etwa ein Kilometer Asphalt frei getaut war. Ansonsten war das Rennen für die Athleten eher in die Schublade "Schlammschalcht" einzuordnen. Jürgen Metzler vom Team Spessartschallenge ging die deisjährige Serie als Titelverteidiger der der Alterklasse M30 an, lag jedoch vor dem letzten der vier im November, Dezember, Januar und Februar ausgetragenen Serie auf dem 5. Rang dieser Wertung. Es galt, zwei vor ihm liegende Lüfer von Eintacht Frankfurt "einzusammeln" oder darauf zu hoffen, dass einer der vor ihm liegenden Kokurrenten der Kategorie "Schönwettersportler" einzuordnen war. Ein gutes Rennen jeoch als einzige Marschroute im Kopf, bemerkte Metzler schon nach den ersten Kilometern, dass von Bestzeiten an diesem Tage auf Grund der Streckenbedingungen keine Rede sein konnte, für niemanden. Unter die 40min sollte es aber doch irgendwie gehen, dies war sein Antrieb. Nebenbei vernham er etwa nach der Hälfte, dass er einen Konkurrenten im Eintrachttrikot gerade überholte. Alles lief soweit nach Plan. Die letzten Kilometer gestalteten sich dann von den Bodenbedingungen her auch wieder halbwegs brauchbar. Im Ziel verbuchte die Zeitmessung 39:30min für den Triathleten des TV Bad Orb. Damit erreichte Metzler in der Tageswertung den 26. Gesamtrang und sicherte sich mit dem 3. Rang einen Podestplatz in der Tagesaltersklassenwertung. Ob dies auch für die Serienwertung zutreffend war, blieb abzuwarten? Kurz vor der Siegerehrung stand dann fest: Jürgen Metzler verbesserte seine Zeit Additionszeit der Serienwertung "Best3" von vier Rennen aus dem vergangenen Jahr auf 1:55:40h. Damit belegte er Gesamtrang 19. In der Altersklasse blieb für ihn in diesem Jahr mit Position 4 leider nur die "Holzmedaille" übrig. Kein Grund, im nächsten Jahr nicht erneut bei dieser spannenden Laufveranstaltung an der Laufform für die Saison zu "feilen".


Montag, 25. Januar 2010

Lesen ist ein großes Wunder: Thema "Sport"!!!

An dieser Stelle sei mal wieder das Geistige in den Vordergrund gerückt; etwas für die "Birne" sozusagen. Kurz: Literatur, die mich bewegte in der vergangenen Zeit. Nicht ohne Grund in diesem Blog gepostet, haben die folgenden Bücher allesamt eines gemeinsam: In ihrem Mittelpunkt stehen der Sport, die Leidenschaft, sich zu bewegen, magische Momente, eiserne Willen, ein tieferer Sinn und ganz viel Herzblut der Protagonisten (oder alles in Einem)! In meinen Augen bergen diese Werke reizvolle Lesemomente in sich. Die Lektüre lohnt sich, sowohl als Motivation, aber zweifelsohne auch als Möglichkeit, zu erfahren, wie der "Sport" und jene, die ihn aus Liebe betreiben, ticken!!! Hier also meine kleine Werkschau der "Sportliteratur":

Dr.
Warren A. Kay "Meditieren in Laufschuhen" - Spiritualität erfahren durch die Perpetuation einer natürlichen Bewegungsform, dem Laufen. Laufen ist viel mehr als Sport, es kann der Weg zu sich selbst sein. Zwei Zitate dienen folgend als "Appetizer". Mehr Worte braucht es nicht:
"Das Laufen war für ihn real, das Realste, was er in seinem Leben kannte. Es war pure Freude und zugleich Leid... die Anstrengung brachte ihn um den Verstand. Aber er fühlte sich dadurch frei." "Wann immer sich eine düstere Stimmung in mir breit macht", sagte Ishmael in... Moby Dick,"wann immer ein feuchter Novembertag in meiner Seele herrscht... wird es höchste Zeit, so schnell wie möglich in See zu stechen." Hätte Ishmael nicht einfach nur Laufen gehen können?" (beide S. 9)

Jean Echenoz "Laufen" - Laufen ist ein Roman über einen der größten Läufer aller Zeiten. Den einizgen Menschen, der bei einer Olympiade über die Distanzen 5000m, 10000m und Marathon Gold holte. Das Buch handelt vom Ausnahmeläufer Emil Zátopek, der sogenannten "tschechischen Lokomotive". Mit einem Zitat ist auch hier sehr viel verdeutlicht:
"Er wirkt abwesend beim Laufen, auf schreckliche Weise woanders, so konzentriert, dass er nicht da ist, dabei ist er mehr da als sonst wer... ." (S.42)

rgen Wirtz "Run to win - Die Erfolgsgeheimnisse der Kenianer" - Das Buch beschreibt eindrucksvoll die Entwicklung und die besonderen Hintergründe der kenianischen Spitzenläufer. Insgesamt eher ein Insider-Buch, das am Schluss - für den "Nerd" sehr aufschlussreiche Trainingsbeispiele liefert, welche die kenianischen Läufer zu Titeln und Rekorden geführt haben.


Bennie Lindberg "Bis zum Äussersten" - Der anspruchsvollste Vielseitigkeitswettkampf der Welt. Beim Swisspower-Gigathlon sind innerhalb von 7 Tagen 25km Schwimmen, 303km Mountainbike, 795km Rennrad, 173km Inlineskating und 181km Laufen zu bewältigen. Von den Ärzten nach einen Radunfall zum Sportinvaliden verschrien, zeigt Bennie Lindberg, wozu ein Mensch aus Willenskraft in der Lage ist. Auch hier sagt ein Satz mehr als 1000 Worte:
"Wenn du nach dem "Warum" fragst, wirst du es nie verstehen: Stelle dich deiner angst, sprenge deine Grenzen, lebe deinen Traum." (Innenseite Einband)

Paul Rambali "Der Mann, der barfuss lief - Die Geschichte des Abebe Bikila" - Dies ist die unglaubliche Lebensgesichte des bekanntesten Barfussläufers der Welt. Vor genau 50 Jahren, bei der Olympiade 1960 in Rom, lief ein äthiopischer Läufer den Marathon in 2:15:16h! Das bis heute nahezu unfassbare: er lief die 42,195km barfuss, verbesserte den Weltrekord um sagenhafte neun Minuten und holte die erste Goldmedaille "ever" für den "schwarzen" Kontinent. Bei der nächsten Olympiade in Tokio holte er erneut Gold, diesmal mit Schuhwerk (Asics), logo! Dieses Buch ist ein Roman über einen besonderen Menschen, über Äthiopien, dessen Schönheit und Grausamkeit, es ist ein Buch über die Kraft des Willens und darüber, dass beim Lauf gegen die Zeit alle Menschen gleich sind. Und es ist ein Buch über die Magie des Marathonlaufs, wie dieses Zitat eindrucksvoll hervorhebt:
"Der Marathon ist anders als andere Rennen... Der Langstreckenläufer ist anders als andere Läufer. Er kann die Ziellinie nicht sehen. Wenn er startet, weiß er noch nicht mal, ob er das Ziel auch erreichen wird." (S. 318)