Dienstag, 6. September 2011

Debüt in der Regionalliga: Westerwald Triathlon

Am 21. august feierte ich mein Debüt in der Regionaliga. Mit dem 6. Rang beim Westerwaldtriathlon sicherten wir uns den 3. Rang in der Zwischentabelle der Liga. Am kommenden Wochenende bleibt beim Rhein Ahr Triathlon in Remagen bei Bonn die Chance, den Podestplatz zu zementieren. Aber eins nach dem anderen... Hier nun der offizielle Bericht aus dem Westerwald:


Triathlon im Ausland: Rauf aufs Treppchen der Regionalliga
Das dritte Rennen der Regionalliga Mitte führte uns erstmals über die hessische Landesgrenze hinweg ins rheinland-pfälzische Montabaur. Dort stand am vergangenen Samstag eine Sprintdistanz über 0,5km schwimmen, 20km Rad fahren und 5km laufen an. Glücklicherweise war hier das Windschattenfahren verboten, sodass wir nicht gleich auf verlorenem Posten standen sonder uns – wenn auch durch den Ausfall von Florian Brosch und Adi Kohr erheblich ersatzgeschwächt – noch Hoffnungen auf einen Platz im Mittelfeld machen konnten. Nach den nur 500 Metern im Erlenhofsee von Ransbach-Baumbach war es wir immer Jörn Gabler (21./7:32), der uns auf die Radstrecke führte, gefolgt im Sekundentakt von Tim Stutzer (7:52), Alexander Nikolopoulos (8:19) und den beiden Regionalligadebutanten Jürgen Metzler (8:22) und Oliver Rinkenberger (9:32). Obwohl die mit einer Gesamtsteigung von rund 350 Metern beachtlich profilierte Radstrecke eigentlich für eine Aufholjagt prädestiniert war, kamen besonders Tim und Alex nicht wie gewohnt in Tritt. Da beide derzeit in der Vorbereitung für den Ironman auf Hawaii sind, konnten sie zwar einige Plätze gut machen, die Spitze des Rennens aber blieb für sie unerreichbar. Einen wirklich unglücklichen Tag erwischte Jörn, den schon auf dem Rad der Magen plagte. Er musste sich später auf der Laufstrecke sogar übergeben. Jürgen und Oliver machten, wenn auch beide noch nicht wirklich von ihren Rennen in Frankfurt und Wiesbaden erholt, ihre Sache sehr ordentlich. Zum Ende der Radstrecke hatten sich Tim (4.) und Alex (10.) doch noch in die Top 10 der Ligastarter vorarbeiten können. Jörn & Jürgen lagen im soliden Mittelfeld um Platz 25. Damit konnte es Oliver, der als Fünfter der Mannschaft sein Rad abstellte, über die abschließenden fünf Laufkilometer locker angehen lassen. Für die Mannschaftswertung werden die Zeiten der vier schnellsten Athleten einer jeden Mannschaft addiert. Für den Rest aber ging es auf der ebenfalls bergigen Laufstrecke noch um Sekunden und er schlug sich tapfer. Tim & Alex mussten nur je fünf Konkurrenten passieren lassen und belegten am Ende die Plätze 9 und 15. Jörn bewies, obwohl von starken Magenkrämpfen geplagt großen Kampfgeist und finishte als 31. Mit einem grundsoliden Rennen kam Jürgen auf Rang 37. Oliver, sichtlich darüber erleichtert, heute auf der Laufstrecke nicht alles geben zu müssen, brachte das Rennen mit einem lockeren Lauf als 42. ins Ziel. Am Ende stand für uns eine Gesamtzeit vom 4:20:04h und der 7. Platz der Tageswertung zu Buche, mit dem wir bei diesen Rahmenbedingungen rundum zufrieden sein konnten. Das Rennen gewann erneut überlegen die LTF Marpingen vor Eintracht Frankfurt und den Gastgebern von der RGS Montabaur. Im Zwischenklassement nach drei von vier Rennen belegen wir überraschend hinter Marpingen und der Eintrache den 3. Platz. Wenn wir das halten können... Hammer! Und das letzte Rennen in Sinzig über die olympische Distanz kommt uns sehr entgegen: Das Schwimmen wird dort von der Strömung des Rheins sehr erleichtert. Ebenfalls in Montabaur am Start war kurzentschlossen Bernd Paczarkowski. Eigentlich als Betreuer mitgereist, hatte er vor Ort noch für das Rennen nachgemeldet. In seiner Altersklasse kam er, der nach einer langwierigen Verletzung gerade erst wieder ins Training eingestiegen ist, auf Rang 3 und damit aufs Podest.

Einzelergebnisse Westerwald Triathlon Montabaur

Stutzer Tim: 01:01:56h (S: 00:07:52; R: 00:35:43; L: 00:18:21)

Nikolopoulos Alexander: 01:03:10h (S:00:08:19; R: 00:36:19; L: 00:18:32)

Gabler Jörn: 01:05:51h (S: 00:07:32; R: 00:37:48; L: 00:20:31)

Metzler Jürgen: 01:09:04h (S: 00:08:22; R: 00:41:33; L: 00:19:09)

Paczarkowski Bernd: 01:15:02h (S: 00:10:15; R: 00:43:43; L: 00:21:04)

Rinkenberger Oliver: 01:16:39h (S: 00:09:32; R: 00:44:34; L: 00:22:33)

Dienstag, 16. August 2011

My Ironman Germany 2011

Jetzt komme ich dann doch noch dazu, meine Gedanken zu meinem Saisonhighlight 2011 festzuhalten. Seit dem 1. Dezember 2010 habe ich mich auf dieses Rennen vorbereitet, 34 Wochen strukturierten Trainings, sage und schreibe 6 vorbereitende Triathlonwettkämpfe, diverse Laufveranstaltungen, ein Trainingslager in der Emilia-Romagna (Italien), zwei verlängerte Trainingswochenenden in Regensburg und Roth, etliche „gezählte Kacheln“ im Schwimmbecken, Unmengen Asphalt, die unter mir hinweg rauschten und viele Kilometer in meinen Laufschuhen.
Die kleine Faktensammlung kann exakt mit diesen Zahlen aufwarten (Zeitraum 1.12.10 bis 24.07.11):


Trainingszeit total: 559 Std. (entspricht 16:45:00 Std. im Wochendurchschnitt)
Schwimmkilometer: 255km
Radkilometer: 5420km
Laufkilometer: 1500km
Skilanglauf: 450km
Athletiktraining: 60 Std.


All diese Zahlen geben sicherlich Auskunft über den immensen Aufwand, den ich betrieben habe und lassen manchen Hobbysportler wohl kopfschüttelnd abwinken. Über Motivation und Hintergründe schweigen diese Zahlen jedoch. Was treibt mich an? Wie gelingt es, sich 34 Wochen auf einen Triathlonwettkampf vorzubereiten?

Die Anwort kann nicht das Gefühl sein, das man hat, wenn man irgendwo als 225. (AK Platz 38) von 2500 Athleten am Römerberg ins Ziel läuft. Platzierungen sind es nicht! Es geschafft zu haben, ja, die jubelnde Menge zu spüren, allemal. Soziale Anerkennung, logo! Aber kann dies die Motivation von Grunde auf nähren? Das reicht nicht. Das alleine kann es nicht sein!
Die Verbesserung einer bestehenden Bestzeit, der eigenen, schon eher. Der Kampf gegen den Metzler, der auf dieser Distanz schon mal unterwegs war, der Kampf gegen das eigene „alte“ Ego, dieser Kampf spornt sicherlich an. Aber dieser Ansporn birgt sehr große Gefahren! Wenn der „Run“ auf die Bestzeit das einzige ist, was die Motivation begründet, so kann dies doch arg nach hinten losgehen. Und dabei ist die Gefahr, dass das eigene Ziel durch leistungsmäßiges „Versagen“, durch schlechte Tagesform, nicht erreicht wird, noch das geringste Übel. Viel eher kann einem der Wettergott alles vermiesen und Bestzeiten vor lauter Naturgewalt zum Absurden abdriften lassen.
In meinem Falle ist es eindeutig, was all die genannten Motivationsfetzen als übergeordnete Triebfeder umschließt: Es ist die Freude am Bewegen... Und zwar generell, bei jeder Trainingseinheit während der 34 Wochen der Vorbereitung. Es ist das, was sich vor vielen anderen Menschen als Wust - unvorstellbar zu bewältigender Aufgaben sportlichen Treibens -aufbäumen würde. Das Wissen um eine solch große Aufgabe schafft bei mir keine Unruhe, nein, es schafft Struktur und letztlich die Motivation, die mich nur allzu gerne schwimmen, radeln und laufen lässt. Und es ist nicht der Wettkampftag selbst, der mich befriedigt. Nein, das Rennen ist das "I-Tüpfelchen", der Abschluss, die Krönung eines langen Weges. Die erste Laufeinheit zum Vorbereitungsstart am 1. Dezember des vergangenen Jahres ging exakt am 24. Juli 2011 um 16:50:21 Uhr zu Ende. Mein Ironman Germany 2011 dauerte in Wahrheit nicht 9:50:21, sondern 559 Stunden. Diese Zahl scheint weit entfernt von „Bestzeit“, und ist doch die beste Zeit, die ich haben konnte! Jede Stunde davon war eine Erfüllung! Keine Zeit kann besser sein... Von daher doch: "BESTZEIT"! Ein Triathlon Urgestein hat neulich gesagt: „Ich liebe es mir den Arsch aufzureißen für eine Sache, die sau viel Kohle kostet, aber im Grunde genommen nichts bringt.“ Damit hat er Recht, der gesamtgesellschaftliche Nutzen der Bestrebungen eines einzelnen Triathleten darf mindestens als geringfügig eingestuft werden. Sicherlich könnte man sich vorbildlicher für einen gesamtgesellschaftlichen
Zusammenhang ins Rampenlicht bringen als mit einem Dreikampf aus Schwimmen, Radfahren und Laufen, dessen Verfechter überdies noch als individualisert und einzelkämpferisch erscheinen. Für den einzelnen Menschen selbst jedoch, kann das tägliche Sporttreiben, das Schwimmen, Radfahren und Laufen, ein so intensives, Sinn stiftendes Element der Lebensgestaltung sein, das ihm sehr wohl eine nicht zu unterschätzende Bedeutung beigemessen werden darf. Wie groß der persönliche Nutzen letztlich ist, wenn hintereinander und in vollem Tempo 3,8km geschwommen, 180km Rad gefahren und danach 42,195km gelaufen werden... wie sinnvoll und mit welchem Nutzen behaftet dieses konkrete Beispiel des Triatlhon ist, das fragen sich Heerscharen von Zuschauern bei jedem IRONMANrennen erneut. Für mich ist dies schlichtweg nichts anderes, als das, was ich tagtäglich als sinnvoll empfinde und woraus ich einen großartigen Nutzen für mein Leben ziehe: Schwimmen, Radfahren und Laufen!

P.s.: Dieses Jahr erlebte ich am 24. Juli den kältesten Sommertag meines Lebens. Der Wettergott war kein Radfahrer an diesem Tag. Furchtbarer Regen und Wind ohne Ende machten 180km lang mit den Athleten, was sie wollten. Ich verabschiedete mich dann nach 5:18h von der Radstrecke. In all meinen vorangegangenen Zahlenspielen war dies nie eine mögliche Endzeit gewesen, aber das mit den Bestzeitwünschen habe ich ja bereits thematisiert.
Schon eher war mein Schutzengel an diesem Tag ein Schwimmer: Bestzeit im Wasser mit 1:01h! Als ich zum Rad lief, suchte ich vergeblich meine Schwimmhäute und Kiemen. Als ich dann später zugerufen bekam, dass ich von all meinen Mannschaftskollegen – ich glaube zum ersten Mal „ever“ – der schnellste Schwimmer gewesen sei, konnte ich dies kaum fassen, aber das mit der sozialen Anerkennung habe ich ja bereits thematisiert.
Läuferisch rief ich dann das ab, was ich mir in etwa vorgestellt hatte: 3:24h für 42,195km stellten mich zufrieden. Das Laufen machte Spaß, tat aber auch weh. Es war toll, all die Bekannten und Unbekannten zu sehen und hören, die mir zujubelten, aber das mit der Genugtuung bei jubelnden Menschen habe ich ja bereits thematisiert.

Und was war das Beste an diesem Tag? Besonders intensiv empfand ich eine Art Wiedergeburt, nachdem sich beim Laufen zwischenzeitlich arge Schwäche breit zu machen drohte. Das Gefühl, wenn man Kräfte mobilisiert, von denen man nicht wusste, dass sie in einem schlummern, das ist etwas, das IRONMAN ausmacht. Und außerdem? Außerdem weiß ich einmal mehr, das es für mich Sinn macht, wenn ich schwimme, radle und laufe... jeden Tag erneut... und besonders am 24. Juli 2011!!!

Montag, 8. August 2011

"IRONMAN AGAIN" in 9:50:21h!!!

Nachdem ich mich jetzt 2 Wochen vom definitiv härtesten Rennen "ever" außer Landes im Urlaub erholt habe, komme ich nun endlich in aller Kürze dazu, hier ein paar Worte zu verlieren. Überglücklich kam ich am kältesten Sommertag meines Lebens am 24. Juli beim IRONMAN GERMANY nach 9:50:21h im Ziel am Römer an. Wie es mir an diesem Tag erging, berichte ich ein anderes Mal und verweise für den Moment auf den Bericht auf unserer TEAMhomepage.

Bis dahin... "Never stop moving",

j.

Samstag, 23. Juli 2011

Hey... that's my Bike!!!

Kurzum: MetzlerMACHINE! Jetzt fängts auch an zu Kribbeln...

Sonntag ist RACEday, ich freu mich drauf!!!

Sonntag, 17. Juli 2011

Schöne Grüße aus "TAPERING"...

Nachdem die letzten Posts alle nur Pressetexte zum Besten gegeben haben, melde ich mich nun mal wieder ganz persönlich... Nach fast 33 erledigten Trainingswochen befinde ich mich sei letzter woche im schönen TAPERING!!! Dort wird nicht nur weniger trainiert, das Essen schmeckt auch lecker und die Freizeit bahnt sich ihren wohl verdienten Platz im Trainingsalltag. Gerade komme ich aus der Sauna zurück... und bin schon wieder auf der Couch gelandet.


Eingeleitet habe ich die Taperingphase im guten alten ROTH, wo ich beim Campen, Trainieren und Wohlsein eine Menge Kraft getankt habe. Den Restschub Motivation gab es dann beim Zuschauen der Challngen Roth, wo dem "Mythos Roth" ein unfassbares Kapitel hinzugefügt wurde. Neben der strahlenden Erscheinung Chrissie Wellington (8:18:13h) verbesserte auch Andreas Raelert den Weltrekord auf sagenhafte 7:41:33h!!!


Definitiv in einer anderen Liga , aber eben auch in meiner ganz persönlichen Topform, hoffe ich mich am kommenden Sonntag beim IRONMAN EUROPEAN CHAMPIONCHIP in Frankfurt zu erleben. Alle Hausaufgaben sind gemacht... Letztlich wurde sogar noch etwas am Materialschräubchen gedreht. Die Fotos vom neuen Wettkampfbike gibt ganz bald in diesem Blog zu sehen.


Alles scheint also angerichtet... Der Rest ist eiserner Wille am Sonntag einen tollen Wettkampf zu haben! Und nun gilt in Sachen Vorbereitung:




"Man muss den Pfeil loslassen, damit er ins Ziel trifft!"



In diesem Sinne: Beste Grüße aus TAPERING... dort wo die TOPFORM schlummert!!!

Montag, 4. Juli 2011

Metzler erkämpft Podium bei den hessischen Kurzdistanzmeisterschaften!!!

Die Wettbewerbe der hessischen Meisterschaften fangen an, Jürgen Metzler vom Team Spessartchallenge des TV Bad Orb besondere Freude zu bereiten. Nicht nur, weil dies wunderbar spannende Wettkampfformate des Triathlon sind. Viel mehr erreichte Metzler bereits vor zwei Wochen bei den Hessenmeisterschaften über die Mitteldistanz den Titel des Vize-Hessenmeisters der Altersklassenwertung. Nun gesellt sich noch der "bronzene" Rang bei den hessischen Meisterschaften über die Kurzdistanz hinzu. Der Wettkampf im nordhessischen Kassel startete mit einem 1500m Schwimmen, für das Metzler 23:30min benötigte. Dies brachte ihn in eine gute Ausgangssituation für die fogenden Disziplinen. Die 37km lange und überdies anspruchsvolle Radstrecke war nach 1:07 Stunden gemeistert. Es folgte ein 10km-Lauf in den Fuldaauen, den der Orber nach 38:09min hinter sich brachte. Nach 2:11 Stunden war Metzler als 15. der Gesamtwertung im Ziel und holte mit dieser Zeit die Bronzemedaille seiner Altersklasse. Mehr als zufrieden schloss der Orber Triatlet mit diesem Erfolg seine Vorbereitungsrennen für den Frankfurter Ironman ab. Der Saisonhöhepunkt darf nun kommen!!!