Donnerstag, 31. Oktober 2013

OFF SEASON!!!

Saison liegt hinter mir... Hintenraus ging mir beim FFM-Marathon - traditionell - etwas die Luft aus! Am Ende kam ich nach 3:09:32h in der Festhalle an... Die großen Rennen gabs mit der neuen Halbmarathon-Bestzeit (1:23:46h) und dem Sieg beim 5km-Rennen (17:55min) im Niddapark/FFM mal wieder in der Marathonvorbereitung. Eine zufriedenstellende Mitteldistanz (1,9km - 90km - 21,1km in 4:48h) beeendete bei der Challenge Tirol in Österreich eine lange TriathlonSaison 2013!!! Jetzt öffne ich mir ein Bier... und denk mal nicht an meinen LieblingsSport (mal sehen, wie lange das anhält ;-) 


Mittwoch, 23. Oktober 2013

Läuferherbst = Leserherbst!!! Heute: Der Absurde Held

Als leidenschaftlicher Verfechter von unnützen Tätigkeiten wie stundenlangem "Laufen", "Radfahren", herrje am Ende sogar "Schwimmen", kurzum: unser aller liebste Dreifaltigkeit called Triathlon... muss dieser Held allemal einen stimmungsvollen Ausruf voller Pathos wert sein dürfen...

Der Ausdauersportler schlechthin, beschrieben im "Mythos des Sisyphos".
Einige Auszüge, www. inarcadia.org

Die Götter hatten Sisyphos dazu verurteilt, einen Felsblock unablässig den Berg hinaufzuwälzen, von dessen Gipfel der Stein kraft seines eigenen Gewichts wieder hinuterrollte. Sie meinten nicht ohne Grund, es gäbe keine grausamere Strafe, als unnütze und aussichtslose Arbeit. [...]
Es ist nicht schwer zu verstehen: Sisyphos ist der absurde Held. Ebenso sehr aufgrund seiner Leidenschaften wie seiner Qual. [...] sein Hass auf den Tod und sein leidenschaftlicher Lebenswille haben ihm die unsagbare Marter eingebracht, bei der sein ganzes Sein sich abmüht, ohne etwas zu vollenden. Das ist der Preis für die Leidenschaften dieser Welt. [...] So sehen wir nur, wie ein angespannter Körper sich anstrengt, den gewaltigen Stein anzuheben, ihn hinaufzuwälzen und mit ihm wieder und wieder einen Hang zu erklimmen; wir sehen das verzerrte Gesicht [...] Schließlich ist nach dieser langen Anstrengung [...] das Ziel erreicht. Und nun sieht Sisiphos, wie der Stein innerhalb weniger Augenblicke in jene niedere Welt hinabrollt, aus der er ihn wieder hoch auf den Gipfel wälzen muss. Er geht in die Ebene hinunter [...] Diese Stunde, die gleichsam ein Aufatmen ist und ebenso zuverlässig wiederkehrt wie sein Unheil, ist die Stunde des Bewusstseins. In diesen Augenblicken, in denen er den Gipfel verlässt [...] ist er seinem Schicksal überlegen. Er ist stärker als sein Fels. [...] Wenn der Abstieg an manchen Tagen von Schmerz, so kann er doch auch von Freude begleitet sein.  [...] Man entdeckt das Absurde nicht, ohne in Versuchung zu geraten, irgendein Handbuch des Glücks zu schreiben. [...] Darin besteht die verborgene Freude des Sisyphos. [...] Es gibt kein Licht ohne Schatten, und man muss auch die Nacht kennen. Der absurde Mensch sagt ja, und seine Anstrengung hört nicht mehr auf. [...] er findet, dass alles gut ist. Dieses Universum [...] kommt ihm weder unfruchtbar noch wertlos vor. [...]        
Der Kampf gegen Gipfel vermag ein Menschenherz auszufüllen. Wir müssen uns Sisyphos als einen glücklichen Menschen vorstellen.
Albert Camus - Der Mythos des Sisyphos, S.141ff

Donnerstag, 17. Oktober 2013

Läuferherbst - Update: Offenbacher Mainuferlauf & Bestzeit in Essen

Nachdem ein Großteil des Teams sich am 12. Oktober die Nacht um die Ohren gehauen hatte, um Tim Stutzers abschneiden beim Iroman Hawaii mitzuverfolgen, schleppten Julia Ertmer, Joanna Tywcynski, Katharina Kreit, Florian Brosch, Jürgen Metzler und Marco Weisbecker ihre müden Leiber zum Offenbacher Mainuferlauf. Jeder unserer Truppe tat dies aus einer anderen Motivation heraus. Für Julia, Flo und Marco sollte der "10er" eine tolle Saison 2013 beenden. Auch Jürgen trat über 10km an, jedoch mit der Zielsetzung, einen letzten schnellen Testwettkampf vor dem nahenden Frankfurt-Marathon zu absolvieren. Auf diesen bereitet sich auch Joanna vor, sie wählte jedoch den Halbmarathon als letzten Test. Katharina befindet sich im läuferischen Formaufbau, weshalb sie die 5km in Angriff nahm. 
Trotz der "kurzen" Nacht, kamen die Orber gut in ihre Rennen, allein Marco schied verletzungsbedingt aus. Mit Platz 2 für Julia (10km > 39:50min) und Platz 6 für Joanna Tywcynski (21,1km > 1:32:38h) konnten sich unsere Mädels besonders in Szene setzen. Flo beendete sein Rennen in flotten 35:54min (Platz 13), Metzler folgte in 37:46min (Platz 20) Katharina beendete die 5km in 28:12min. 
Fernab vom Mainufer kämpfte unser neues Vereinsmitglied Nina Vabic bei ihrem Saisonfinale, dem Essen-Marathon, um eine neue Bestzeit und eine Topplatzierung. Sensationell lief Nina in der Fabelzeit von 2:51h auf den zweiten Gesamtrang im Frauenfeld! Mit dieser Zeit hätte sie sogar den Männervereinsrekord von Dieter Freund gebrochen! Der Vereinswechsel steht jedoch erst zum neuen Jahr an, so dass alle männlichen Läufer nochmal eine Schippe draufpacken können, um den Vereinsrekord nicht an eine "schnelle Dame" abtreten zu müssen. Auf jeden Fall ein tolles Ergebnis für Nina: Chapeau!!!

Dienstag, 8. Oktober 2013

Läuferherbst - Update: Topergebnisse von Ertmer, Brosch und Metzler

Bei diversen Läufen in der Region setzten unsere "nimmersatten" Athleten Julia Ertmer, Katharina Kreit, Florian Brosch und Jürgen Metzler Ausfrufezeichen in der Läuferszene.
Beim "VULL WAT MANNS LOOP" am 29. September in Horbach, einem Crosslauf des Laufwerks Gelnhausen, siegte Florian Brosch souverän. "Es war eine riesen Schlammschlacht, die riesen Spaß gemacht hat!", meinte der Sieger über die lange Strecke (18km).

 
Katharina Kreit bestritt die kurze Distanz (6km), wurde in ihrer Altersklasse sechste und hatte noch genug Zeit, Florians Erfolg zu bejubeln.
Am 03. Oktober machten sich Julia Ertmer und Jürgen Metzler auf, beim Lauf gegen das Vergessen in Frankfurt/Ginnheim die nächste "Tempospritze" über 5km zu setzen. Gesagt, getan. Heraus kam ein lupenreiner Doppelsieg des Läuferpaares.


Metzler siegte in 17:55min, Ertmer dominierte das Frauenfeld in 18:54min und war damit sogar drittschnellster Läufer in der Gesamtwertung. Mit dieser Vorbelastung in den Beinen ging es nur zwei Tage später zum Halbmarathon nach Hanau/Rodenbach. Sowohl Ertmer und Metzler verbesserten bei strömendem Regen ihre Bestzeiten über die 21,1km. Auf dem 4-Runden-Kurs legten die beiden die erste Runde zusammen zurück. Ertmers ärgste Konkurrentin ging Metzlers Tempoverschärfung auf der zweiten Runde mit und sollte dies später bereuen.


Ertmer dagegen lief "ihr" Tempo und zog einen großen Pulk männlicher Läufer hinter sich und dem Führungsfahrrad her. Mit einem Kilometerschnitt von unter 4 Minuten pro Kilometer beendete Metzler in 1:23:46 Std. sein Bestzeitrennen. Damit erreichte er im stark besetzen Feld den 14. Gesamtrang. Ertmer folgte kurz darauf in 1:26:01 Std. mit ebenfalls neuer persönlicheer Bestzeit.

 
Das Frauenrennen hatte die Bad Orberin damit souverän gewonnen. "Diese Bestzeit ist eigentlich ein schöner Saisonabschluss. Anders ist dieses Ergebnis aber auch ein Ansporn für ein gutes Marathonrennen in Frankfurt", grübelt Ertmer und hält sich einen Start beim Frankfurt Marathon am 27. Oktober nach wie vor offen. Die Form für starke Leistungen bei der "Königsdisziplin" des Laufsports über 42,195km stimmt bei den beiden vom TV Bad Orb allemal.

Nach der Hawaii-Nacht des Teams kommenden Samstag, bei der alle unserem IRONMAN-WM-Starter Tim Stutzer die Daumen drücken, folgt tags darauf beim Mainuferlauf in Offenbach über 10km der letzte Formtest vor dem Marathon. Neben Ertmer und Metzler haben auch Joanna Tywczynski und Marco Weisbecker ihre Starts beim Mainuferlauf angekündigt.

Mittwoch, 25. September 2013

Läuferherbst - Ertmer gewinnt Stadtlauf in Dietzenbach, Metzler wird Siebter!

Traditionell läutet Jürgen Metzler zum Saisonende den Läuferherbst ein. Alles in Vorbereitung auf den Saisonabschluss beim Frankfurter Marathon, der 2013 am 27. Oktober stattfindet. Am vergangenen Wochenende stand mit dem Stadtlauf in Dietzenbach der erste Formtest über 10km an. Mit 38:07 auf wellig und verwinkelter 2km Runde, die es 5 mal zu laufen galt, konnte er einen ehrbaren 7. Gesamtrang herauslaufen. Der eigentliche Clou gelang jedoch einmal mehr WM-Teilnehmerin Julia Ertmer, die "nimmersatt" nur eine Woche nach ihren beiden WM-Rennen in London das Frauenfeld dominierte.  Mit einem - Zitat - "lockeren" Tempodauerlauf gewann Julia in 40min den Dietzenbacher Stadtlauf deutlich. Ob sie als Sasionabschluss einen "schnellen" Halbmarathon oder doch den Frankfurt Marathon wählt, hält sich Julia noch offen. Zuzutrauen wäre ihr durchaus beides.

Donnerstag, 5. September 2013

Challenge Kaiserwinkel

Fast alle Starter vom Walchsee
Unsere Jungs & Mädels sorgten vorvergangenes Wochenende bei der Challenge Walchsee am malerisch gelegenen Kaiserwinkel für eine faustdicke Überraschung. Vor allem Florian Brosch stieß mit einem tadellosen Rennen unter vielen Profistartern auf 14. Gesamtplatz vor. Mit seiner Zeit von 4:16:37 Std. war er nur 15 Minuten langsamer als James Cunnama aus Australien - der Zweite des Langdistanz Rennen in Roth und Sieger der Challenge Walchsee.
Trotz morgendlichen Regenschauern stieg Florian schon nach 26:40 min kurz nach dem mehrmaligen Ironman-Gewinner Timo Bracht aus Eberbach aus dem 18 Grad kalten, glasklarem Wasser. Für den malerischen Blick auf das Kaisermassiv, das sich im Hintergrund in den Himmel aufbaut, hatte er aber keine Zeit, da 90 hügelige  Kilometer vor ihm lagen. Zudem saßen ihm seine Teamkollegen im Nacken, die mit geringem Abstand aus dem Wasser gestiegen waren. (Adi Kohr, 29:12min, Jürgen Metzler 31:25min, Julia Ertmer 31:51min, Alexandra Fellmann 38:26min, Joana Tywczynski, 50:13 min). Nach 2:24:21 Std. hatte Florian die neue Radstrecke mit vielen Kurven und Abfahrten gemeistert. Aufgrund einer Wendepunktstrecke konnte das Team die furiose Fahrt von Florian live mit verfolgen. "Wir haben uns alle gegenseitig angefeuert, den Regen spürt man da kaum.", zeigte er sich sehr zufrieden. Während Adi und Jürgen und auch Julia Ertmer nahezu die gleiche Radzeit fuhren, bereite sich Florian durch lockern der Beine auf dem Rad, auf den abschließenden Halbmarathon vor, der ihn in vier Runden, vorbei an den wieder zahlreich mitgereisten Orber Fans um den Walchsee führte. Hier spielte der Schlacks dann seine ganze Erfahrung aus und lief mit einer Zeit von 1:21:44 Std. auf den 14. Gesamtplatz vor.

Halbmarathon in 1:21h = zu schnell für ein scharfes Foto!
"Ich konnte die ganze Strecke voll am Limit laufen, jeden Kilometer unter 3:50 min und hatte keinen Einbruch. Das hat wahnsinnig viel Spaß gemacht", berichtete er unmittelbar nach dem Zieleinlauf. Jürgen folgte mit einer tollen Laufzeit von 1:31:31 Std. und der Gesamtzeit von 4:47:30 Std. auf Gesamtplatz 109. Julia Ertmer, die wegen der anstehenden Weltmeisterschaft der Altersklassen mit angezogener Handbremse unterwegs war, erreichte trotzdem in 5:01:41 Std. den 18. Gesamtrang bei den Damen.
Im Rennen der AK Damen 45 biss dann der Team-Hai zu: Alexandra Fellmann legte nach verhaltenem Start im Wasser die jeweils zweitbeste Rad- und Laufzeit ihrer Altersklasse hin. Damit kam sie als einzige Starterin des Teams in 5:26:26 Std. als Zweite aufs Altersklassenpodest.

Alex Fellmann auf dem Podest ganz rechts.
Adi und Joanna ließen sich auf dem schönen Kurs etwas mehr Zeit, um die Schönheit der Urlaubslandschaft intensiv wahrzunehmen. Adi finishte nach 5:10:41 Std., gefolgt von Joanna in 5:46:12. Std.

Nicht ganz alle Vertreter der Orber Kaiserwinkel-Delegation

Mittwoch, 28. August 2013

TEAMblog: Ligarennen in Viernheim

Tagessieg und Aufstieg für die Mädels in Viernheim, Jungs landen auf Platz 6
 

 
Der TV in Viernheim v.l.n.r. Julia Ertmer, Julia Nikolopoulos, Jörn Gabler, Alexandra Fellmann, JürgenM etzler, Nina Vabic, Florian Brosch, Tim Stutzer, Adi Kohr


Vor drei Jahren hatten unsere Jungs mit einem Tagessieg beim Saisonabschluss in Viernheim den Aufstieg von der Hessen- in die Regionalliga klar gemacht. Das ihnen die Damenmannschaft am vergangenen Sonntag mal glatt nachgetan! Der zweite Aufstieg im zweiten Jahr, einen glatten Durchmarsch in die Regionalliga nennt man sowas!


 
In der Besetzung Julia Ertmer, Alexandra Fellmann, Julia Nikolopoulos und Nina Vabic waren wir nach dem ersten Tagessieg in Fuldatal am letzen Wochenende fast schon als Favoriten nach Viernheim gereist. Allerdings war nicht klar, ob die ewigen Hessenemeisterinnen vom DSW Darmstadt nicht doch noch einmal ihre Profiriege aufbieten würden und so gab jede der Damen Vollgas.
 
Wer vorm Start bereits so schaut, hat eigentlich schon gewonnen!
Schon im Wasser konnten sich Nina und Julia Ertmer an Position zwei und drei der Ligawertung festsetzen. Julia Nikolopoulos und Alexandra steigen etwa zeitglich knapp drei Minuten nach ihnen aufs Rad. Dann hatte der vordere Odenwald einige Berge und Abfahrten zu bieten, die sich gewaschen hatten. Mit dem Rennrad über Stock und Stein wäre wohl die richtige Formulierung gewesen, so schlecht wer der Straßenzustand teils. Davon aber ließen sich die vier nicht abhalten und legten allesamt eine sehr gute Radperformance hin, die Nina, Julia Ertmer und Julia Nikolopoulos in den Top10 der Ligawertung, Alexandra etwas dahinter auf die abschließenden zehn Laufkilometer kommen ließen. Dort drehte dann Nina mal so richtig auf und flog förmlich über den Asphalt. Sie war dabei in 39:51min so schnell, dass von unseren Jungs bloß Florian Brosch - er gewann aber auch die Einzelwertung der Regionalliga Herren - schneller war. Den Rest unserer Jungs ließ Nina aber ziemlich alt aussehen.
 
Florian auf dem Weg zum Tagessieg in der Regionalliga
Da aber die Darmstädterinnen mit Susann Blatt nur eine ihrer Profidamen aufgeboten hatten, konnten Nina und Julia Ertmer die Plätze zwei und drei der Einzelwertung belegen, Julia Nikolopoulos kam auf Platz 7, Alexandra auf den 16. Rang. In der Addition war das Ergebnis schon fast beängstigend gut: Der erste Platz der Tageswertung, gebildet aus der Addition der drei Zeitschnellsten Athletinnen, ging mit einem Vorsprung von mehr als sieben Minuten an uns. Ganz nebenbei sei erwähnt, dass diese Leistung auch in der Regionalliga, zum Tagessieg gereicht hätte.

So machte dann der mitgereiste Fanclub und die ebenfalls gestartete Männermannschaft, sie erreichte in der Besetzung Florian Brosch, Jörn Gabler, Adi Kohr, Jürgen Metzler und Tim Stutzer den 6. Tagesplatz in der Regionalliga, bei der Siegerehrung einen Riesenradau, als die Damen zum zweiten Mal den obersten Platz auf dem Treppchen eroberten.
 
Am Ende ganz oben, unsere Mädels!
Das Tüpfelchen auf dem „i“ war dann nach Abschluss der Siegerehrung die Nachricht, dass die Erstplatzierten der Saisonwertung ihr Aufstiegsrecht nicht wahrnehmen werden und damit der Weg in die Regionalliga für die Kurstädterinnen frei ist. Ein klein Wenig hatten die anwesenden Athleten des Männerteams dabei ein Deja vu-Erlebnis, denn genauso war die Männermannschaft 2010 in die Regionalliga aufgestiegen – Tagessieg in Viernheim und aufstiegsverzicht der Erstplatzierten.