Dienstag, 8. Oktober 2013

Läuferherbst - Update: Topergebnisse von Ertmer, Brosch und Metzler

Bei diversen Läufen in der Region setzten unsere "nimmersatten" Athleten Julia Ertmer, Katharina Kreit, Florian Brosch und Jürgen Metzler Ausfrufezeichen in der Läuferszene.
Beim "VULL WAT MANNS LOOP" am 29. September in Horbach, einem Crosslauf des Laufwerks Gelnhausen, siegte Florian Brosch souverän. "Es war eine riesen Schlammschlacht, die riesen Spaß gemacht hat!", meinte der Sieger über die lange Strecke (18km).

 
Katharina Kreit bestritt die kurze Distanz (6km), wurde in ihrer Altersklasse sechste und hatte noch genug Zeit, Florians Erfolg zu bejubeln.
Am 03. Oktober machten sich Julia Ertmer und Jürgen Metzler auf, beim Lauf gegen das Vergessen in Frankfurt/Ginnheim die nächste "Tempospritze" über 5km zu setzen. Gesagt, getan. Heraus kam ein lupenreiner Doppelsieg des Läuferpaares.


Metzler siegte in 17:55min, Ertmer dominierte das Frauenfeld in 18:54min und war damit sogar drittschnellster Läufer in der Gesamtwertung. Mit dieser Vorbelastung in den Beinen ging es nur zwei Tage später zum Halbmarathon nach Hanau/Rodenbach. Sowohl Ertmer und Metzler verbesserten bei strömendem Regen ihre Bestzeiten über die 21,1km. Auf dem 4-Runden-Kurs legten die beiden die erste Runde zusammen zurück. Ertmers ärgste Konkurrentin ging Metzlers Tempoverschärfung auf der zweiten Runde mit und sollte dies später bereuen.


Ertmer dagegen lief "ihr" Tempo und zog einen großen Pulk männlicher Läufer hinter sich und dem Führungsfahrrad her. Mit einem Kilometerschnitt von unter 4 Minuten pro Kilometer beendete Metzler in 1:23:46 Std. sein Bestzeitrennen. Damit erreichte er im stark besetzen Feld den 14. Gesamtrang. Ertmer folgte kurz darauf in 1:26:01 Std. mit ebenfalls neuer persönlicheer Bestzeit.

 
Das Frauenrennen hatte die Bad Orberin damit souverän gewonnen. "Diese Bestzeit ist eigentlich ein schöner Saisonabschluss. Anders ist dieses Ergebnis aber auch ein Ansporn für ein gutes Marathonrennen in Frankfurt", grübelt Ertmer und hält sich einen Start beim Frankfurt Marathon am 27. Oktober nach wie vor offen. Die Form für starke Leistungen bei der "Königsdisziplin" des Laufsports über 42,195km stimmt bei den beiden vom TV Bad Orb allemal.

Nach der Hawaii-Nacht des Teams kommenden Samstag, bei der alle unserem IRONMAN-WM-Starter Tim Stutzer die Daumen drücken, folgt tags darauf beim Mainuferlauf in Offenbach über 10km der letzte Formtest vor dem Marathon. Neben Ertmer und Metzler haben auch Joanna Tywczynski und Marco Weisbecker ihre Starts beim Mainuferlauf angekündigt.

Mittwoch, 25. September 2013

Läuferherbst - Ertmer gewinnt Stadtlauf in Dietzenbach, Metzler wird Siebter!

Traditionell läutet Jürgen Metzler zum Saisonende den Läuferherbst ein. Alles in Vorbereitung auf den Saisonabschluss beim Frankfurter Marathon, der 2013 am 27. Oktober stattfindet. Am vergangenen Wochenende stand mit dem Stadtlauf in Dietzenbach der erste Formtest über 10km an. Mit 38:07 auf wellig und verwinkelter 2km Runde, die es 5 mal zu laufen galt, konnte er einen ehrbaren 7. Gesamtrang herauslaufen. Der eigentliche Clou gelang jedoch einmal mehr WM-Teilnehmerin Julia Ertmer, die "nimmersatt" nur eine Woche nach ihren beiden WM-Rennen in London das Frauenfeld dominierte.  Mit einem - Zitat - "lockeren" Tempodauerlauf gewann Julia in 40min den Dietzenbacher Stadtlauf deutlich. Ob sie als Sasionabschluss einen "schnellen" Halbmarathon oder doch den Frankfurt Marathon wählt, hält sich Julia noch offen. Zuzutrauen wäre ihr durchaus beides.

Donnerstag, 5. September 2013

Challenge Kaiserwinkel

Fast alle Starter vom Walchsee
Unsere Jungs & Mädels sorgten vorvergangenes Wochenende bei der Challenge Walchsee am malerisch gelegenen Kaiserwinkel für eine faustdicke Überraschung. Vor allem Florian Brosch stieß mit einem tadellosen Rennen unter vielen Profistartern auf 14. Gesamtplatz vor. Mit seiner Zeit von 4:16:37 Std. war er nur 15 Minuten langsamer als James Cunnama aus Australien - der Zweite des Langdistanz Rennen in Roth und Sieger der Challenge Walchsee.
Trotz morgendlichen Regenschauern stieg Florian schon nach 26:40 min kurz nach dem mehrmaligen Ironman-Gewinner Timo Bracht aus Eberbach aus dem 18 Grad kalten, glasklarem Wasser. Für den malerischen Blick auf das Kaisermassiv, das sich im Hintergrund in den Himmel aufbaut, hatte er aber keine Zeit, da 90 hügelige  Kilometer vor ihm lagen. Zudem saßen ihm seine Teamkollegen im Nacken, die mit geringem Abstand aus dem Wasser gestiegen waren. (Adi Kohr, 29:12min, Jürgen Metzler 31:25min, Julia Ertmer 31:51min, Alexandra Fellmann 38:26min, Joana Tywczynski, 50:13 min). Nach 2:24:21 Std. hatte Florian die neue Radstrecke mit vielen Kurven und Abfahrten gemeistert. Aufgrund einer Wendepunktstrecke konnte das Team die furiose Fahrt von Florian live mit verfolgen. "Wir haben uns alle gegenseitig angefeuert, den Regen spürt man da kaum.", zeigte er sich sehr zufrieden. Während Adi und Jürgen und auch Julia Ertmer nahezu die gleiche Radzeit fuhren, bereite sich Florian durch lockern der Beine auf dem Rad, auf den abschließenden Halbmarathon vor, der ihn in vier Runden, vorbei an den wieder zahlreich mitgereisten Orber Fans um den Walchsee führte. Hier spielte der Schlacks dann seine ganze Erfahrung aus und lief mit einer Zeit von 1:21:44 Std. auf den 14. Gesamtplatz vor.

Halbmarathon in 1:21h = zu schnell für ein scharfes Foto!
"Ich konnte die ganze Strecke voll am Limit laufen, jeden Kilometer unter 3:50 min und hatte keinen Einbruch. Das hat wahnsinnig viel Spaß gemacht", berichtete er unmittelbar nach dem Zieleinlauf. Jürgen folgte mit einer tollen Laufzeit von 1:31:31 Std. und der Gesamtzeit von 4:47:30 Std. auf Gesamtplatz 109. Julia Ertmer, die wegen der anstehenden Weltmeisterschaft der Altersklassen mit angezogener Handbremse unterwegs war, erreichte trotzdem in 5:01:41 Std. den 18. Gesamtrang bei den Damen.
Im Rennen der AK Damen 45 biss dann der Team-Hai zu: Alexandra Fellmann legte nach verhaltenem Start im Wasser die jeweils zweitbeste Rad- und Laufzeit ihrer Altersklasse hin. Damit kam sie als einzige Starterin des Teams in 5:26:26 Std. als Zweite aufs Altersklassenpodest.

Alex Fellmann auf dem Podest ganz rechts.
Adi und Joanna ließen sich auf dem schönen Kurs etwas mehr Zeit, um die Schönheit der Urlaubslandschaft intensiv wahrzunehmen. Adi finishte nach 5:10:41 Std., gefolgt von Joanna in 5:46:12. Std.

Nicht ganz alle Vertreter der Orber Kaiserwinkel-Delegation

Mittwoch, 28. August 2013

TEAMblog: Ligarennen in Viernheim

Tagessieg und Aufstieg für die Mädels in Viernheim, Jungs landen auf Platz 6
 

 
Der TV in Viernheim v.l.n.r. Julia Ertmer, Julia Nikolopoulos, Jörn Gabler, Alexandra Fellmann, JürgenM etzler, Nina Vabic, Florian Brosch, Tim Stutzer, Adi Kohr


Vor drei Jahren hatten unsere Jungs mit einem Tagessieg beim Saisonabschluss in Viernheim den Aufstieg von der Hessen- in die Regionalliga klar gemacht. Das ihnen die Damenmannschaft am vergangenen Sonntag mal glatt nachgetan! Der zweite Aufstieg im zweiten Jahr, einen glatten Durchmarsch in die Regionalliga nennt man sowas!


 
In der Besetzung Julia Ertmer, Alexandra Fellmann, Julia Nikolopoulos und Nina Vabic waren wir nach dem ersten Tagessieg in Fuldatal am letzen Wochenende fast schon als Favoriten nach Viernheim gereist. Allerdings war nicht klar, ob die ewigen Hessenemeisterinnen vom DSW Darmstadt nicht doch noch einmal ihre Profiriege aufbieten würden und so gab jede der Damen Vollgas.
 
Wer vorm Start bereits so schaut, hat eigentlich schon gewonnen!
Schon im Wasser konnten sich Nina und Julia Ertmer an Position zwei und drei der Ligawertung festsetzen. Julia Nikolopoulos und Alexandra steigen etwa zeitglich knapp drei Minuten nach ihnen aufs Rad. Dann hatte der vordere Odenwald einige Berge und Abfahrten zu bieten, die sich gewaschen hatten. Mit dem Rennrad über Stock und Stein wäre wohl die richtige Formulierung gewesen, so schlecht wer der Straßenzustand teils. Davon aber ließen sich die vier nicht abhalten und legten allesamt eine sehr gute Radperformance hin, die Nina, Julia Ertmer und Julia Nikolopoulos in den Top10 der Ligawertung, Alexandra etwas dahinter auf die abschließenden zehn Laufkilometer kommen ließen. Dort drehte dann Nina mal so richtig auf und flog förmlich über den Asphalt. Sie war dabei in 39:51min so schnell, dass von unseren Jungs bloß Florian Brosch - er gewann aber auch die Einzelwertung der Regionalliga Herren - schneller war. Den Rest unserer Jungs ließ Nina aber ziemlich alt aussehen.
 
Florian auf dem Weg zum Tagessieg in der Regionalliga
Da aber die Darmstädterinnen mit Susann Blatt nur eine ihrer Profidamen aufgeboten hatten, konnten Nina und Julia Ertmer die Plätze zwei und drei der Einzelwertung belegen, Julia Nikolopoulos kam auf Platz 7, Alexandra auf den 16. Rang. In der Addition war das Ergebnis schon fast beängstigend gut: Der erste Platz der Tageswertung, gebildet aus der Addition der drei Zeitschnellsten Athletinnen, ging mit einem Vorsprung von mehr als sieben Minuten an uns. Ganz nebenbei sei erwähnt, dass diese Leistung auch in der Regionalliga, zum Tagessieg gereicht hätte.

So machte dann der mitgereiste Fanclub und die ebenfalls gestartete Männermannschaft, sie erreichte in der Besetzung Florian Brosch, Jörn Gabler, Adi Kohr, Jürgen Metzler und Tim Stutzer den 6. Tagesplatz in der Regionalliga, bei der Siegerehrung einen Riesenradau, als die Damen zum zweiten Mal den obersten Platz auf dem Treppchen eroberten.
 
Am Ende ganz oben, unsere Mädels!
Das Tüpfelchen auf dem „i“ war dann nach Abschluss der Siegerehrung die Nachricht, dass die Erstplatzierten der Saisonwertung ihr Aufstiegsrecht nicht wahrnehmen werden und damit der Weg in die Regionalliga für die Kurstädterinnen frei ist. Ein klein Wenig hatten die anwesenden Athleten des Männerteams dabei ein Deja vu-Erlebnis, denn genauso war die Männermannschaft 2010 in die Regionalliga aufgestiegen – Tagessieg in Viernheim und aufstiegsverzicht der Erstplatzierten.

Sonntag, 11. August 2013

TEAMblog: Sprint in Fuldatal

Tagessieg in der 1. HTL - Überraschungserfolg für die Damen – Jörn Gabler mit Bronze in der offenen Wertung



Anspannung vorm Teamrennen
Mit einem mehr als überraschenden Tagessieg in der ersten hessischen Triathlonliga kam unser Damenteam am vergangenen Sonntag zurück aus Nordhessen. Mit großen Sorgen war das Team in der Rennwoche konfrontiert gewesen, fiel mit Julia Karrasch doch eine Leistungsträgerin krankheitsbedingt aus und alle anderen möglichen Athletinnen befanden sich noch im Urlaub. Bei Damenrennen müssen mindestens drei der vier Sportlerinnen einer Mannschaft ins Ziel kommen, was bedeutete, dass es keine Ausfälle geben durfte. Sonst wären die Kurstädterinnen durch die fehlende Wertungszeit automatisch auf dem letzten Rang gelandet. Besonders misslich schien die Lage, da beim Fuldataler Triathlon in diesem Jahr ein ungewöhnliches "Teamformat" praktiziert werden sollte. Am Morgen stand ein Teamrennen im „Swim & Run“ auf dem Programm. Die Distanzen hierbei waren 300m schwimmen und 2,5km laufen. Alle Starterinnen mussten auf zehn Meter zusammen bleiben, sonst drohte die sofortige Disqualifikation. Nachmittags stand für alle verbliebenen Starterinnen eine "normale" Sprintdistanz über 750m schwimmen, 25km Rad fahren und 5km laufen an. Zur Ermittlung der Platzierungen wurden die Zeiten des Swim&Run und die der Sprintdistanzen addiert. Mit Julia Ertmer, Joanna Tywczynski und Nina Vabic standen drei nahezu gleichstarke Läuferinnen im Team.

Beim schwimmen aber war das Leistungsgefälle größer. Die Teamtaktik war, dass Julia und Nina die Aufgabe übernahmen, der schwächeren Schwimmerin Joanna Wasserschatten zu spenden, sodass der Rückstand auf die anderen Teams nicht allzu groß werden würde. Die Mädels taten ihr Bestes, stiegen dennoch als letzte aller Ligamannschaften aus dem Wasser. Was danach folgte, war eine Aufholjagd sonders gleichen. Denn nach den 2,5 Laufkilometern bogen die drei Kurstädterinnen als zweites Team in den Zielkanal. Damit hatten sie auf der kurzen Strecke nicht nur die schnellste Laufzeit erzielt, sondern ganze neun Mannschaften überholt.
 
Mal Betreuer, mal selbst am Sporteln: Adi Kohr, Jörn Gabler & Jürgen Metzler

In der Wettkampfpause der Ligateams traten die männlichen Vereinskollegen Adi Kohr, Jörn Gabler und Jürgen Metzler im Rennen der offenen Wertung an. Dabei erkämpfte sich Jörn Gabler mit einem starken Auftritt den dritten Gesamtrang. Im Duell der Trainingspartner Jürgen und Adi unterlag Jürgen denkbar knapp um ganze zwei Sekunden. Damit belegten beide Rang 17 bzw. 18 der Gesamtwertung.

Die große Show sollte allerdings im Ligasprint der Damen folgten. Bereits beim schwimmen stiegen Julia und Nina mit guten Leistungen auf den Plätzen sieben bzw. neun aus dem Becken, Joanna kämpfte weiter hinten mit dem ungeliebten Element. Auf der Radstrecke übernahm Julia alsbald die Führung, konnte die Konkurrenz zunächst jedoch nicht abschütteln. Es kam zu mehreren Führungswechseln zwischen ihr und einer starken Fuldaer Konkurrentin. Mit etwas Abstand folgte die erfahrene Darmstädterin und ehemalige Profiathletin Nicole Best, in deren Schlepptau Nina Vabic. Nach den 25 Radkilometern hatte Julia dann aber doch einen 45-sekündigen Abstand auf die Konkurrenz herausgefahren und wechselte als erste in die Laufschuhe. Nina, bekannt als starke Läuferin, überholte die beiden hartnäckigen Mitkonkurrentinnen bereits auf den ersten 100 Metern. Auf Rang eins und zwei angelangt, lieferten sich die Orberinnen ein spannendes Duell um den Tagessieg. Alle anderen Ligastarterinnen hatten nicht den Hauch einer Chance. Ins Ziel konnte Julia von ihrem Vorsprung noch 20 Sekunden retten, denn Nina war mit der schnellsten Laufzeit aller weiblichen Athletinnen regelrecht über den Asphalt geflogen. Was folgte war banges Warten auf die dritte im Bunde. Mit einer starken Laufleistung beendete schließlich auch Joanna ihr Rennen. Was in der Addition der Zeiten herauskommen würde, war zu diesem Zeitpunkt auch für die Teambetreuer Adi und Jürgen nicht klar. Umso größer war die Freude, als der Tagessieg für das Team Spessartchallenge verkündet wurde. Mit 90 Sekunden Vorsprung ging laut Ligaleiter Martin Hannappel „erstmals seit Jahren in der ersten Liga ein Sieg nicht an den DSW Darmstadt". Da war die Freude in der Kurstadt riesig. Überglücklich reisen die Orber nun kommenden Sonntag nach Viernheim zum Saisonfinale, bei dem das Team bei einer der schwersten Kurzdistanzen bundesweit aus dem Vollen schöpfen kann. "Warum sollte es mit unserer Topbesetzung Julia Ertmer, Julia Karrasch, Julia Nikolopoulos und Nina Vabic nicht gelingen, innerhalb einer Woche den Darmstädter zum zweiten Mal ihren Stammplatz an der Spitze der Liga streitig zu machen", meint Teambetreuer Jürgen Metzler voller Zuversicht. Der Kampf um die Hessenmeisterschaft im Triathlon der Damen tritt somit in die heiße Phase ein.
 


Große Freude nach dem Tagessieg

Verein Platz
Name,Vorname Ak TriZeit TeamSwim&run Endzeit Platz
TV Bad Orb 1
Ertmer, Julia TW30 01:24:21      
TV Bad Orb 2
Vabic, Nina TW30 01:24:41      
TV Bad Orb 25
Tywczynski, Joanna TW40 01:38:28 00:18:43 4:46:13 1


Montag, 15. Juli 2013

TeamBLOG: „Eine Bombe zünden!“ - Teamstaffel beim Challenge-Triathlon in Roth

Armbänder v.l.n.r.: Jürgen, Tim & Julia
„Eine Bombe zünden!“ 
Das war der Plan unserer Staffel, die am vergangenen Sonntag beim Challenge-Triathlon über die Langdistanz in Roth bei Nürnberg an den Start ging. In der Besetzung Julia Ertmer (Schwimmen), Tim Stutzer (Rad) und Jürgen Metzler (Lauf) machten sich die Orber Hoffnungen auf eine Endzeit von um 8h 30min. Damit das klappen konnte, sollte Julia die 3,8km in um 1:06h schwimmen, Tim die 180km in rund 4:25h fahren und dann Jürgen den abschließenden Marathon in unter 3h laufen. So der hehre Plan, es sollte anders kommen!

In der Hektik des Rennwochenendes schlichen sich – nachher ist man immer klüger – einige Fehler in der unmittelbaren Rennvorbereitung ein, die sich im Rennen bitter rächen sollten.

Zunächst aber lief im Mekka des deutschen Triathlonsports alles nach Plan: Julia blieb mit 1:04:32h schon einmal unter der angepeilten Zeit und schickte Tim Stutzer so mit einem kleinen Polster auf die Radstrecke. Von günstigen Winden und gehörig Adrenalin angetrieben baute Tim den Vorsprung auf die Marschtabelle bis zur Hälfte der Radstrecke auf mehr als vier Minuten aus. Schon bei Kilometer 120 aber begann es hart zu werden: es lief nicht mehr so richtig rund und erste Krampfansätze machten sich bemerkbar. „Zu wenig Salz im System“, meinte Tim später und bemühte sich, das wohl durch unzureichende Salzzufuhr am Tag vor dem Rennen aufgetretene Defizit zu beheben. Das klappte mehr schlecht als recht und so schmolz der Vorsprung aufs intern gesteckte Ziel schnell dahin. Nach einer Radzeit von 4:28:30min war aus dem Vorsprung auf die Marschtabelle damit ein Rückstand von 2:30min geworden. Damit eine Zeit unter 8:30h also noch möglich sein konnte, musste Jürgen nun also eine Zeit von deutlich unter drei Stunden auf die Laufstrecke brennen. Er legte auch los wie die Feuerwehr und hatte den Rückstand zur Hälfte der Marathonstrecke egalisiert. Dort aber mehrten sich die Anzeichen dafür, dass auch Jürgen heute keinen guten Tag haben würde. Ein ungewöhnlich hoher Puls war das erste Anzeichen, ab Kilometer 25 aufkommende Krämpfe das nächste. Ab Kilometer 30 spielte Jürgens Elektrolytehaushalt völlig verrückt und er musste wieder und wieder am Rande der Strecke anhalten, um die Wadenmuskulatur zu dehnen. Dabei aber verkrampfte sich der Oberschenkel, später auch die Bauchmuskulatur. Jürgen wurde wohl zum Verhängnis, dass er in den fast zehn Stunden zwischen dem Aufstehen und dem Start des Marathons kaum salzhaltige Nahrung oder Getränke zu sich genommen hatte. Die Hektik des Renntages, an dem er erst „seine“ Athleten betreute und so eine ausreichende Salzzufuhr nicht gewährleistete, wurde ihm zum Verhängnis und so wurden die letzten 15 Kilometer zur reinen Willensübung. Immer wieder musste er anhalten, um die Muskulatur zu dehnen, immer wieder verkrampften sich neue Muskelgruppen. So wurde aus dem Vorsatz, heute ein Bombe zu zünden leider nichts. Zwei Explosion aber hatte die Orber Staffel so trotzdem bereit: Erst Tim bei Radkilometer 135, dann Jürgen bei Laufkilometer 25. Etwas erholt allerdings konnte Tim den Zieleinlauf durchaus genießen, Jürgen hingegen kämpfte noch auf den ausgelegten roten Teppich mit Krämpfen.

 

Zwei Drittel des Teams genießen den Zieleinlauf
Nach dem Zieleinlauf war das Leiden von Jürgen aber noch nicht vorbei, denn erst knapp vier Stunden danach war er mittels zweier Elektrolyteinfusionen halbwegs wiederhergestellt. Aber all das konnte uns die Freude an einem stimmungsvollen und mit wunderschönem Wetter ausgestatteten Wochenende nicht nehmen und wir haben uns vorgenommen, es beim nächsten Mal besser zu machen.

Montag, 1. Juli 2013

TeamBLOG: Julia Ertmer gewinnt Triathlon in Lampertheim - Adi Kohr und Jürgen Metzler im ewigen Vereinsduell

"Zick Zack", so nannten die meisten Starter den Auftakt des 18. Lampertheimer Sprinttriathlons. Bei herrlichem Triathlonwetter galt es zunächst einen 750m langen "neuen" Schwimmkurs im Lampertheimer Badesee zu bewältigen, der es an Wenden und Kurven in sich hatte. 
Im Bild notiert: Zick Zack im Badesee
 Dementsprechend groß war das Gedränge für die Bad Orber Triathleten vom Team Spessartchallenge Julia Ertmer, Adi Kohr, Jürgen Metzler und "Triathlon-Urgestein" und Ärmelkanal-Bezwinger Klaus Stuzer. Alle meisterten den Auftakt, Kohr und Metzler dicht beisammen unter den ersten 30 aller 150 angetretenen Athleten, Ertmer als vierte Frau und Klaus Stutzer mit etwas Sicherheitsabstand zu den jüngeren Vereinskollegen. 
Ertmer im Vorstartmodus
Auf dem Rad mussten 20 "flache" Kilometer zurückgelegt werden. Metzler kämpfte hinter Kohr um den Anschluss an die Führenden. Ertmer arbeitete sich auf den zweiten Rang im Frauenfeld vor. Mit Druchschnittsgeschwindigkeiten von nahezu 38 Stundenkilomtern flogen Metzler und Kohr im ewigen Vereinsduell über den Asphalt. 
Metzler im Zielkanal
Beim abschließenden 5 Kilometer-Lauf konnte Metzler das Duell dann mit einem starken Lauf von 18:45min für sich entscheiden und landete nach 1:05:32 Stunden auf dem 18. Gesamtrang, Kohr folgte eine Minute später auf Platz 25. Klaus Sutzer sicherte sich in einer Endzeit von 1:26:08 Stunden den zweiten Platz in der Altersklasse der über 60-jährigen.
Klaus Stutzer mit Gattin beim "Finisherbier"
Julia Ertmer gelang es, die bis dahin führende Tanja Adler zu stellen und sicherte mit einer Endzeit von 1:08:22 Stunden nach dem Gewinn des Kinzigtal-Triathlons und dem Hessenmeistertitel über die Sprintdistanz ihren nächsten Saisonsieg. Mit ihren Leistungen erfüllt Ertmer die Kiriterien zur Teilnahme an den Altersklassen-Weltmeisterschaften im September in London. Am kommenden Wochenende nominiert die Deutsche Triathlon Union die Athleten für London. Julia Ertmer darf nach ihren Erfolgen stark auf ihre Ernennung ins Natinoalteam der Altersklassenathleten hoffen.