Freitag, 11. November 2011

Summary Vol. 2: Läufer-Herbst 2011

Liebes Trainingstagebuch,
ob es vernüntig war, direkt nach einer Mitteldistanz am 04. September und dem Regionalligafinale am 11. September mit der unmittelbaren Vorbereitung auf den Frankfurt-Marathon zu beginnen, sei allemal dahingestellt und entbehrte letztlich jeder trainingswissenschaftlich sinnvollen Grundlage. Trotzdem haben die zurückligenden - läuferisch - intensiven Wochen eines gebracht. Ich weiß einmal mehr, wie sehr ich Laufen mag, ein verdammt gutes Gefühl. Auch in diesem Jahr blieb ich während vieler Einheiten nicht allein, was absolut gesteigerte Freude brachte. Hinten raus ging mir dann beim Saisonfinale mächtig die Kraft aus. Mit so leeren Tanks bin ich noch nie in der Festhalle zum Marathonfinish eingelaufen. So gut wie nichts war nach den 42,195km - sowohl physisch wie auch psyschich - von dem strammen Athleten übrig, der sich am Morgen mit 150000 anderen Sportlern aufmachte, sich selbst - und niemand sonst - zu besiegen. Obwohl, durch die vorangegangenen Testwettkämpfe drohte ein schillerschulinternen Duell zu entbrennen, das nicht zu Stande kam, da nicht nur ich von meinen Kräften verlassen wurde. Letztlich kam ich - völlig erschöpft - nach 3:06:53h im Ziel meines mittlerweile bereits 5. Frankfurt-Marathons in Folge an. Damit ging ein toller Läufer-Herbst und großartiges Sportjahr zu Ende! Es folgt die kurze Zurschhaustellung aller im Läuferherbst absolvierten Wettkämpfe:

17. September: Spessartchallenge Bad Orb

5,3km Rennen: 19:34min, darin 5km in 18:00min (=Bestzeit!)
10,5km Rennen: 42:39min (=4:03min/km)


25. September:
Race for the Cure/Frankfurt:
5,3km Rennen: 19:40min (3:43min/km)


03. Oktober:
Halbmarathon/Niederrodenbach:
21,1km in 1:26:10h (4:05min/km)

16. Oktober: Mainuferlauf/Offenbach:
10km Rennen: 38:30min (3:51min/km)

30. Oktober: 30. BMW Frankfurt Marathon:
42,195km: 3:06:53h (= 4:26min/km)

Und nun...
Endlich OFF SEASON!!!
PROST!!!
LIFE IS GOOD

Summary Vol. 1: RegionalligaSaison 2011

Rückblick Regionalliga 2011: Mittendrin statt nur dabei!





Nach Abschluss unserer ersten Saison in der dritthöchsten Triathlonliga Deutschlands können wir auf eine rundum gelungene Premiere zurückblicken.

Obwohl durch einige Ausfälle erneut ersatzgeschwächt angetreten, erreichten wir im Abschlussrennen der Ligasaison beim Rhein-Ahr-Triathlon in Remagen den 7. Platz und lagen damit erneut im Mittelfeld. Wir konnten in der Besetzung Alexander Nikolopoulos, Adi Kohr, Jürgen Metzler, Jörn Gabler und Bernd Paczarkowski eine ausgeglichene Leistung zeigen. Den Ausreißer nach oben bildete dabei die Top10-Platzierung von Nikolopoulos, der nur sehr knapp an der Tagesbestzeit auf dem Rad vorbeischrammte und damit im Hinblick auf die anstehende Ironman-WM auf Hawaii eine weiter ansteigende Form bewies.

Aus den vier Saisonrennen stehen für uns so zwei 7., ein 6. Platz und ein 4. Platz beim Rennen in Waldeck zu Buche, bei dem wir nur knapp die erste Podestplatzierung verpassten. Wie auch in den vergangenen Jahren konnten wir leider bei keinem Rennen in Bestbesetzung antreten. Immer wieder spielte die Gesundheit dem einen oder andern Leistungsträger einen Streich. Das ist trotz der Verstärkung durch Alexander Nikolopoulos seit der Saison 2010 der leider sehr dünnen Personaldecke geschuldet. Mit lediglich 15 Abteilungsmitgliedern sind wir mit Abstand der kleinste Verein, der in einer so hohen Liga vertreten ist. Ein Gutes aber hatte die Verletzungsmisere der Orber: Insgesamt kamen fast alle Teammitglieder in der Regionalligazu einem Einsatz. Es konnte also jeder mal schnuppern.

Für 2012 aber ist am Horizont Verstärkung auszumachen, die die Mannschaft kommendes Jahr auf die Podestränge der Regionalliga führen könnte. So träumen wir ein Wenig heimlich von einem weiteren Aufstieg, diesmal in die zweite Bundesliga. Das mag bei einem so kleinen Verein manchem vermessen erscheinen, ist aber nicht gänzlich ausgeschlossen, wenn die Mannschaft das in ihr steckende Potential einmal über eine komplette Saison an den Start bringen kann.



Und selbst wenn wir 2012 wider Erwarten gegen den Abstieg kämpfen sollte, besteht die Mannschaft aus so vielen Frohnaturen, dass der selbsternannte „FC Kunterbunt“ in jedem Fall mit einer ordentliche Portion Spaß und Leidenschaft bei der Sache sein wird.



Abschlusstabelle der Triathlon-Regionalliga Mitte:

1. LTF Marpingen
2. DBL-Team RSG Montabaur
3. Eintracht Frankfurt e.V.
4. SC Neukirchen
KSV Baunatal
6. TV Bad Orb
7. Triathlon Team Giessen e.V.
8. Triathlon Mühlheim Kärlich
9. VFR Simmern
10. Trianhas VfL Bad Arolsen

Freitag, 9. September 2011

Bestzeiten am wilden Kaiser

Orber Triathleten überzeugen bei der Challenge Tirol in Walchsee
Fast in kompletter Mannschaftsstärke traten Adi Kohr, Jürgen Metzler, Jörn Gabler und Johannes Goldbach am 04. September bei der Challenge Kaiserwinkel in Walchsee/Tirol an, um die Farben des Team Spessart Challenge vom TV Bad Orb hochzuhalten.


Dies gelang bei hervorragendem Triathlonwetter im Wettstreit mit etwa 1200 anderen Triathleten ausgezeichnet. Alle vier Orber Starter kamen nach dem Wettkampf mit neuen Bestzeiten über die halbe Ironman-Distanz in den Main-Kinzig-Kreis zurück. Überdies gelang es, sowohl im Gesamtklassement wie auch in den jeweiligen Altersklassenwertungen „Ausrufezeichen“ zu setzen.
Jürgen Metzler konnte seine bestehende Bestzeit um ganze 10 Minuten „pulverisieren“, zeigte in allen drei Teildisziplinen verbesserte Leistungen und spielte vor allem auf der 90km langen Radtrecke und beim abschließenden Halbmarathon seine Trümpfe aus. Schlussendlich landete Metzler mit einer Endzeit von 4:40 Std. auf dem 73. Gesamtrang. In seiner Altersklasse M35 bedeutete dies mit Rang 6 eine sichere Top10-Platzierung.
Adi Kohr lag bis 10 Kilometer vor dem Ziel noch vor Metzler, zog aber im – immer wieder packenden – Duell der beiden Orber „heuer“ den Kürzeren. Den Vorsprung auf Metzler hatte sich Kohr jedoch mit einer exzellenten Schwimmzeit von unter 28min für 1,9km herausgearbeitet. Damit lag er vor dem abschließenden Lauf über 4 Minuten in Front, nachdem beide Orber nahezu identisch schnell mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von ca. 37km/h über den Tiroler Asphalt „geflogen“ waren. Die zweite Hälfte des Halbmarathons war für Kohr dann leider nicht die einfachste seiner mittlerweile fast 25 Jahre wehrenden Ausdauersportkarriere. Dennoch rettete er mit einer Endezeit von 4:47:25 Std. eine neue Bestzeit durch den Zielbogen am Ufer des Walchsees. Seine Zeit brachte Gesamtplatz 110 und Rang 17 in der Altersklasse M40.
Johannes Goldbach zeigte ebenfalls ein solides Rennen. Auch ihm gelang ein Finish unter der magischen 5 Stunden-Marke. Mit 4:58:49 Std. belegte er Gesamtrang 173 und Platz 45 in der Altersklasse M30.
Der jüngste Orber Athlet nahm sich für seine erste Mitteldistanz gleich Großes vor. Jörn Gabler – traditionell ein Garant für die Wertungsplätze bei den Ligarennen des Teams über Sprint – und Olympische Distanz peilte bei seinem Debüt über die längere Distanz im Vorfeld ein Finish um die 4:30 Std. an. Dies gelang nach der besten Schwimm- und Radzeit aller Orber. Mit der Endzeit von 4:34:38 Std. platzierte er sich auf Gesamtrang 53 nicht weit hinter den Profistartern im Feld und erreichte Platz 11 aller 25 bis 29-Jährigen.

Neben dem tollen Alpenpanorama, dem angenehmen Wetter sorgten vor allem mehr als 20 mit angereiste Fans aus dem Main-kinzi-Kreis für beste Triathlonstimmung am Rande der Strecke.




Detailergebnisse: Hier!!!

Dienstag, 6. September 2011

Debüt in der Regionalliga: Westerwald Triathlon

Am 21. august feierte ich mein Debüt in der Regionaliga. Mit dem 6. Rang beim Westerwaldtriathlon sicherten wir uns den 3. Rang in der Zwischentabelle der Liga. Am kommenden Wochenende bleibt beim Rhein Ahr Triathlon in Remagen bei Bonn die Chance, den Podestplatz zu zementieren. Aber eins nach dem anderen... Hier nun der offizielle Bericht aus dem Westerwald:


Triathlon im Ausland: Rauf aufs Treppchen der Regionalliga
Das dritte Rennen der Regionalliga Mitte führte uns erstmals über die hessische Landesgrenze hinweg ins rheinland-pfälzische Montabaur. Dort stand am vergangenen Samstag eine Sprintdistanz über 0,5km schwimmen, 20km Rad fahren und 5km laufen an. Glücklicherweise war hier das Windschattenfahren verboten, sodass wir nicht gleich auf verlorenem Posten standen sonder uns – wenn auch durch den Ausfall von Florian Brosch und Adi Kohr erheblich ersatzgeschwächt – noch Hoffnungen auf einen Platz im Mittelfeld machen konnten. Nach den nur 500 Metern im Erlenhofsee von Ransbach-Baumbach war es wir immer Jörn Gabler (21./7:32), der uns auf die Radstrecke führte, gefolgt im Sekundentakt von Tim Stutzer (7:52), Alexander Nikolopoulos (8:19) und den beiden Regionalligadebutanten Jürgen Metzler (8:22) und Oliver Rinkenberger (9:32). Obwohl die mit einer Gesamtsteigung von rund 350 Metern beachtlich profilierte Radstrecke eigentlich für eine Aufholjagt prädestiniert war, kamen besonders Tim und Alex nicht wie gewohnt in Tritt. Da beide derzeit in der Vorbereitung für den Ironman auf Hawaii sind, konnten sie zwar einige Plätze gut machen, die Spitze des Rennens aber blieb für sie unerreichbar. Einen wirklich unglücklichen Tag erwischte Jörn, den schon auf dem Rad der Magen plagte. Er musste sich später auf der Laufstrecke sogar übergeben. Jürgen und Oliver machten, wenn auch beide noch nicht wirklich von ihren Rennen in Frankfurt und Wiesbaden erholt, ihre Sache sehr ordentlich. Zum Ende der Radstrecke hatten sich Tim (4.) und Alex (10.) doch noch in die Top 10 der Ligastarter vorarbeiten können. Jörn & Jürgen lagen im soliden Mittelfeld um Platz 25. Damit konnte es Oliver, der als Fünfter der Mannschaft sein Rad abstellte, über die abschließenden fünf Laufkilometer locker angehen lassen. Für die Mannschaftswertung werden die Zeiten der vier schnellsten Athleten einer jeden Mannschaft addiert. Für den Rest aber ging es auf der ebenfalls bergigen Laufstrecke noch um Sekunden und er schlug sich tapfer. Tim & Alex mussten nur je fünf Konkurrenten passieren lassen und belegten am Ende die Plätze 9 und 15. Jörn bewies, obwohl von starken Magenkrämpfen geplagt großen Kampfgeist und finishte als 31. Mit einem grundsoliden Rennen kam Jürgen auf Rang 37. Oliver, sichtlich darüber erleichtert, heute auf der Laufstrecke nicht alles geben zu müssen, brachte das Rennen mit einem lockeren Lauf als 42. ins Ziel. Am Ende stand für uns eine Gesamtzeit vom 4:20:04h und der 7. Platz der Tageswertung zu Buche, mit dem wir bei diesen Rahmenbedingungen rundum zufrieden sein konnten. Das Rennen gewann erneut überlegen die LTF Marpingen vor Eintracht Frankfurt und den Gastgebern von der RGS Montabaur. Im Zwischenklassement nach drei von vier Rennen belegen wir überraschend hinter Marpingen und der Eintrache den 3. Platz. Wenn wir das halten können... Hammer! Und das letzte Rennen in Sinzig über die olympische Distanz kommt uns sehr entgegen: Das Schwimmen wird dort von der Strömung des Rheins sehr erleichtert. Ebenfalls in Montabaur am Start war kurzentschlossen Bernd Paczarkowski. Eigentlich als Betreuer mitgereist, hatte er vor Ort noch für das Rennen nachgemeldet. In seiner Altersklasse kam er, der nach einer langwierigen Verletzung gerade erst wieder ins Training eingestiegen ist, auf Rang 3 und damit aufs Podest.

Einzelergebnisse Westerwald Triathlon Montabaur

Stutzer Tim: 01:01:56h (S: 00:07:52; R: 00:35:43; L: 00:18:21)

Nikolopoulos Alexander: 01:03:10h (S:00:08:19; R: 00:36:19; L: 00:18:32)

Gabler Jörn: 01:05:51h (S: 00:07:32; R: 00:37:48; L: 00:20:31)

Metzler Jürgen: 01:09:04h (S: 00:08:22; R: 00:41:33; L: 00:19:09)

Paczarkowski Bernd: 01:15:02h (S: 00:10:15; R: 00:43:43; L: 00:21:04)

Rinkenberger Oliver: 01:16:39h (S: 00:09:32; R: 00:44:34; L: 00:22:33)

Dienstag, 16. August 2011

My Ironman Germany 2011

Jetzt komme ich dann doch noch dazu, meine Gedanken zu meinem Saisonhighlight 2011 festzuhalten. Seit dem 1. Dezember 2010 habe ich mich auf dieses Rennen vorbereitet, 34 Wochen strukturierten Trainings, sage und schreibe 6 vorbereitende Triathlonwettkämpfe, diverse Laufveranstaltungen, ein Trainingslager in der Emilia-Romagna (Italien), zwei verlängerte Trainingswochenenden in Regensburg und Roth, etliche „gezählte Kacheln“ im Schwimmbecken, Unmengen Asphalt, die unter mir hinweg rauschten und viele Kilometer in meinen Laufschuhen.
Die kleine Faktensammlung kann exakt mit diesen Zahlen aufwarten (Zeitraum 1.12.10 bis 24.07.11):


Trainingszeit total: 559 Std. (entspricht 16:45:00 Std. im Wochendurchschnitt)
Schwimmkilometer: 255km
Radkilometer: 5420km
Laufkilometer: 1500km
Skilanglauf: 450km
Athletiktraining: 60 Std.


All diese Zahlen geben sicherlich Auskunft über den immensen Aufwand, den ich betrieben habe und lassen manchen Hobbysportler wohl kopfschüttelnd abwinken. Über Motivation und Hintergründe schweigen diese Zahlen jedoch. Was treibt mich an? Wie gelingt es, sich 34 Wochen auf einen Triathlonwettkampf vorzubereiten?

Die Anwort kann nicht das Gefühl sein, das man hat, wenn man irgendwo als 225. (AK Platz 38) von 2500 Athleten am Römerberg ins Ziel läuft. Platzierungen sind es nicht! Es geschafft zu haben, ja, die jubelnde Menge zu spüren, allemal. Soziale Anerkennung, logo! Aber kann dies die Motivation von Grunde auf nähren? Das reicht nicht. Das alleine kann es nicht sein!
Die Verbesserung einer bestehenden Bestzeit, der eigenen, schon eher. Der Kampf gegen den Metzler, der auf dieser Distanz schon mal unterwegs war, der Kampf gegen das eigene „alte“ Ego, dieser Kampf spornt sicherlich an. Aber dieser Ansporn birgt sehr große Gefahren! Wenn der „Run“ auf die Bestzeit das einzige ist, was die Motivation begründet, so kann dies doch arg nach hinten losgehen. Und dabei ist die Gefahr, dass das eigene Ziel durch leistungsmäßiges „Versagen“, durch schlechte Tagesform, nicht erreicht wird, noch das geringste Übel. Viel eher kann einem der Wettergott alles vermiesen und Bestzeiten vor lauter Naturgewalt zum Absurden abdriften lassen.
In meinem Falle ist es eindeutig, was all die genannten Motivationsfetzen als übergeordnete Triebfeder umschließt: Es ist die Freude am Bewegen... Und zwar generell, bei jeder Trainingseinheit während der 34 Wochen der Vorbereitung. Es ist das, was sich vor vielen anderen Menschen als Wust - unvorstellbar zu bewältigender Aufgaben sportlichen Treibens -aufbäumen würde. Das Wissen um eine solch große Aufgabe schafft bei mir keine Unruhe, nein, es schafft Struktur und letztlich die Motivation, die mich nur allzu gerne schwimmen, radeln und laufen lässt. Und es ist nicht der Wettkampftag selbst, der mich befriedigt. Nein, das Rennen ist das "I-Tüpfelchen", der Abschluss, die Krönung eines langen Weges. Die erste Laufeinheit zum Vorbereitungsstart am 1. Dezember des vergangenen Jahres ging exakt am 24. Juli 2011 um 16:50:21 Uhr zu Ende. Mein Ironman Germany 2011 dauerte in Wahrheit nicht 9:50:21, sondern 559 Stunden. Diese Zahl scheint weit entfernt von „Bestzeit“, und ist doch die beste Zeit, die ich haben konnte! Jede Stunde davon war eine Erfüllung! Keine Zeit kann besser sein... Von daher doch: "BESTZEIT"! Ein Triathlon Urgestein hat neulich gesagt: „Ich liebe es mir den Arsch aufzureißen für eine Sache, die sau viel Kohle kostet, aber im Grunde genommen nichts bringt.“ Damit hat er Recht, der gesamtgesellschaftliche Nutzen der Bestrebungen eines einzelnen Triathleten darf mindestens als geringfügig eingestuft werden. Sicherlich könnte man sich vorbildlicher für einen gesamtgesellschaftlichen
Zusammenhang ins Rampenlicht bringen als mit einem Dreikampf aus Schwimmen, Radfahren und Laufen, dessen Verfechter überdies noch als individualisert und einzelkämpferisch erscheinen. Für den einzelnen Menschen selbst jedoch, kann das tägliche Sporttreiben, das Schwimmen, Radfahren und Laufen, ein so intensives, Sinn stiftendes Element der Lebensgestaltung sein, das ihm sehr wohl eine nicht zu unterschätzende Bedeutung beigemessen werden darf. Wie groß der persönliche Nutzen letztlich ist, wenn hintereinander und in vollem Tempo 3,8km geschwommen, 180km Rad gefahren und danach 42,195km gelaufen werden... wie sinnvoll und mit welchem Nutzen behaftet dieses konkrete Beispiel des Triatlhon ist, das fragen sich Heerscharen von Zuschauern bei jedem IRONMANrennen erneut. Für mich ist dies schlichtweg nichts anderes, als das, was ich tagtäglich als sinnvoll empfinde und woraus ich einen großartigen Nutzen für mein Leben ziehe: Schwimmen, Radfahren und Laufen!

P.s.: Dieses Jahr erlebte ich am 24. Juli den kältesten Sommertag meines Lebens. Der Wettergott war kein Radfahrer an diesem Tag. Furchtbarer Regen und Wind ohne Ende machten 180km lang mit den Athleten, was sie wollten. Ich verabschiedete mich dann nach 5:18h von der Radstrecke. In all meinen vorangegangenen Zahlenspielen war dies nie eine mögliche Endzeit gewesen, aber das mit den Bestzeitwünschen habe ich ja bereits thematisiert.
Schon eher war mein Schutzengel an diesem Tag ein Schwimmer: Bestzeit im Wasser mit 1:01h! Als ich zum Rad lief, suchte ich vergeblich meine Schwimmhäute und Kiemen. Als ich dann später zugerufen bekam, dass ich von all meinen Mannschaftskollegen – ich glaube zum ersten Mal „ever“ – der schnellste Schwimmer gewesen sei, konnte ich dies kaum fassen, aber das mit der sozialen Anerkennung habe ich ja bereits thematisiert.
Läuferisch rief ich dann das ab, was ich mir in etwa vorgestellt hatte: 3:24h für 42,195km stellten mich zufrieden. Das Laufen machte Spaß, tat aber auch weh. Es war toll, all die Bekannten und Unbekannten zu sehen und hören, die mir zujubelten, aber das mit der Genugtuung bei jubelnden Menschen habe ich ja bereits thematisiert.

Und was war das Beste an diesem Tag? Besonders intensiv empfand ich eine Art Wiedergeburt, nachdem sich beim Laufen zwischenzeitlich arge Schwäche breit zu machen drohte. Das Gefühl, wenn man Kräfte mobilisiert, von denen man nicht wusste, dass sie in einem schlummern, das ist etwas, das IRONMAN ausmacht. Und außerdem? Außerdem weiß ich einmal mehr, das es für mich Sinn macht, wenn ich schwimme, radle und laufe... jeden Tag erneut... und besonders am 24. Juli 2011!!!

Montag, 8. August 2011

"IRONMAN AGAIN" in 9:50:21h!!!

Nachdem ich mich jetzt 2 Wochen vom definitiv härtesten Rennen "ever" außer Landes im Urlaub erholt habe, komme ich nun endlich in aller Kürze dazu, hier ein paar Worte zu verlieren. Überglücklich kam ich am kältesten Sommertag meines Lebens am 24. Juli beim IRONMAN GERMANY nach 9:50:21h im Ziel am Römer an. Wie es mir an diesem Tag erging, berichte ich ein anderes Mal und verweise für den Moment auf den Bericht auf unserer TEAMhomepage.

Bis dahin... "Never stop moving",

j.

Samstag, 23. Juli 2011

Hey... that's my Bike!!!

Kurzum: MetzlerMACHINE! Jetzt fängts auch an zu Kribbeln...

Sonntag ist RACEday, ich freu mich drauf!!!